
Bernd-Dieter Wolff ist auf dem Weg der Erkenntnis. Und dieser Weg geht für ihn, den Schuhmachermeister, über das Reparieren von Schuhen. Vor vielen Jahren wollte er nach Woodstock, zu dem berühmten Rock-Festival. Aber stattdessen landete er in Damaskus, lernte einen weisen Scheich und heilige Männer kennen. Er wurde das, was schon sein Vater war, nämlich Schuster und gleichzeitig etwas ganz anderes: er trat einem Sufi-Orden bei, einer mystischen Gemeinschaft innerhalb des Islam . Aus Bernd-Dieter wurde Ibrahim. Inzwischen ist er der Imam, der Leiter der kleinen Sufi-Gemeinde von Lüneburg und ein bekannter Mann. Ibrahim macht nicht nur den täglichen Kleinkram, den sein Beruf mit sich bringt. Zusammen mit seinem Sohn “baut” er auch Maßschuhe, teure Klassiker. Das Reparieren ist für ihn eher Pflicht, er nennt es Läuterung. Und deshalb nimmt er auch die Alltagsarbeit ernst. Ibrahim will, wenn schon nicht Heiliger, so doch wenigstens ein guter Mensch werden. Das Dienen soll ihm dabei helfen. Der Film portraitiert den Schuster Ibrahim und seine Welt, in der es nach Leder, Leim und Schuhcreme riecht – und manchmal nach allen Wohlgerüchen des Orients, wenn nach dem Freitagsgebet seine Frau Sarah für die Gläubigen gekocht und gebacken hat. Wir lernen Bernd kennen, den ehemaligen Obdach- und noch Arbeitslosen, der ihm die Werkstatt sauber hält und Kommissar Dammann, der überprüfen soll, ob Ibrahim nicht vielleicht doch ein Terrorist ist. Wir sind dabei, wenn Ibrahim, der Schuster, sich mit Turban und Shalwa, der langen weiten Hose, in einen Imam verwandelt und die Freitagspredigt hält und in seinem Laden das abendliche Fastenbrechen im heiligen Monat Ramadan gefeiert wird.
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